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Organspende

Bayerischer Organspendepreis verliehen

DIATRA-Redaktion

3. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit

Das Bayerische Gesundheitsministerium und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) haben in München den Bayerischen Organspendepreis verliehen. Ausgezeichnet wurden Mitarbeitende des Universitätsklinikums Augsburg, des Klinikums Ingolstadt und des Klinikums Passau. Den Ehrenpreis zur Förderung der Organspende erhielt die Paralympics-Siegerin und Transplantierte Franziska Liebhardt.
Das Bayerische Gesundheitsministerium und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) haben in München den Bayerischen Organspendepreis verliehen. Ausgezeichnet wurden Mitarbeitende des Universitätsklinikums Augsburg, des Klinikums Ingolstadt und des Klinikums Passau. Den Ehrenpreis zur Förderung der Organspende erhielt die Paralympics-Siegerin und Transplantierte Franziska Liebhardt. Die Preisverleihung stand im Zeichen weiterhin hoher Wartelisten: Ende Mai warteten in Bayern mehr als 1.000 Menschen auf ein Spenderorgan.
Die Preisverleihung fand in München im Rahmen der 24. Jahrestagung der bayerischen Transplantationsbeauftragten statt. Dr. Rainer Hutka, Amtschef des Bayerischen Gesundheitsministeriums, übergab gemeinsam mit Dr. Jutta Weiss, Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Bayern, die Preise.
Mit dem Preis werden Kliniken gewürdigt, die Prozesse der Organspende im Arbeitsalltag verlässlich verankert haben, und zwar von der Identifikation möglicher Organspendende über die Einbindung der Angehörigen bis zur Kooperation mit der DSO.
Gesundheitsministerin Judith Gerlach, die bei der Verleihung persönlich nicht anwesend war, ließ ausrichten:
„Im Universitätsklinikum Augsburg sind drei Transplantationsbeauftragte tätig, die persönlich jeden Organspendeprozess begleiten und sich dabei gegenseitig vertreten. Ein rasches Umsetzen aller gesetzlichen Neuanforderungen wie die Gewährleistung eines uneingeschränkten Zugriffs auf das Organspende-Register sind eine Selbstverständlichkeit. Eine interne Richtlinie zur datenschutzkonformen Bereitstellung von radiologischem Bildmaterial an die Koordinierungsstelle zur besseren Spendercharakterisierung ist im Jahr 2025 in Kraft getreten.“
„Im Klinikum Ingolstadt werden seit Jahren mit einer bemerkenswerten Konstanz Organspenden in hoher Zahl realisiert. Dieses Engagement ist vor allem den ärztlichen und pflegerischen Transplantationsbeauftragten zu verdanken. Interne Richtlinien werden konsequent den neuen gesetzlichen Auflagen angepasst, so ist jederzeit ein Zugriff auf das Organspende-Register garantiert. Die Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten werden regelhaft vor ihrem Ersteinsatz auf der Intensivstation in einer klinikinternen Fortbildung auf die Aufgabe der Organspende und Begleitung der Angehörigen vorbereitet.“
„Die Transplantationsbeauftragten im Klinikum Passau haben tragfähige Strukturen für den Prozess der Organspende aufgebaut. Interne Richtlinien werden regelmäßig aktualisiert. Die Organspende wird im Klinikum sowohl in Fachweiterbildungen als auch bei Veranstaltungen für die Öffentlichkeit thematisiert. Es gibt eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren der DSO.“ 

Ehrenpreis für Franziska Liebhardt

Gerlach: „Franziska Liebhardt setzt sich beim Verein KiO ehrenamtlich für die Belange organtransplantierter Kinder, Jugendlicher und deren Familien ein. Sie wirkt bei Informations- und Öffentlichkeitsveranstaltungen mit und ist regelmäßig im persönlichen Austausch mit Kliniken und Fachleuten. Damit leistet sie wertvolle Aufklärungsarbeit rund um das Thema Organspende – ich freue mich, dass sie dafür heute den Ehrenpreis zur Förderung der Organspende erhält.“
Liebhardt erklärte in ihrer Dankesrede: „Mit unserer Arbeit bei KiO unterstützen wir Kinder und Jugendliche, die auf ein neues Organ warten oder die transplantiert wurden, ebenso wir ihre Familien. Wir möchten ihnen Hoffnung und Selbstvertrauen geben und wir möchten ihre Situation in der Gesellschaft sichtbar machen.“