Nachdem im letzten Jahr die Beating Heart-Technik hier zum ersten Mal in Deutschland angewandt wurde, ging es in der letzten Woche rasant weiter: Innerhalb einer Woche wurden im Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Essen drei schlagende Herzen transplantiert.
Die Beating Heart-Technik bedeutet, getreu der Wortbedeutung, dass die Spenderherzen direkt nach der Entnahme wieder zum Schlagen gebracht werden, statt sie erst im Empfänger wieder in Bewegung zu versetzen. Das Herz steht damit sehr viel kürzer still, was, durch die bessere Sauerstoffversorgung, einige Komplikationsrisiken minimiert, darunter nicht zuletzt das Risiko der Abstoßung und das des Herzstillstandes.
Die drei Transplantierten, die vorher als Hochdringlich auf der Warteliste standen, haben ihren jeweiligen Eingriff gut überstanden und sind stabil, nachdem sie im Vorfeld des Eingriffs alle drei von maschinellen Herzunterstützungssystemen stabilisiert werden mussten.
Diese Erfolgsgeschichte nimmt die Universitätsmedizin Essen nun auch zum Anlass, zu verkünden, dass sie bereits jetzt sehr nah dran sind, die Mindestmenge an Herztransplantationen für dieses Jahr zu erreichen (Vorgegeben sind zehn) und bestätigt damit die politische Entscheidung die Herztransplantationen auch künftig dort zu belassen.