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Weinmann-Menke wechselt nach Heidelberg

DIATRA-Redaktion

11. März 2026 · 2 Min. Lesezeit

DIATRA 1-2026
Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke hat zum 1. März 2026 die Ärztliche Direktion der Klinik für Nephrologie am Zentrum für Innere Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg (vorm. Nierenzentrum Heidelberg) übernommen. Sie folgt auf Prof. Dr. Martin Zeier, der Ende 2025 verabschiedet wurde. Zudem wurde sie auf die neu eingerichtete W3-Professur „Nephrologie“ an der Medizinischen Fakultät Heidelberg berufen.
Prof. Dr. Julia Weinmann-Menke kommt von der Universitätsmedizin Mainz, wo sie den nephrologischen Schwerpunkt in der Inneren Medizin mitaufgebaut hat und zuletzt Ko-Direktorin der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik war. Ihre klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen bei komplexen Nierenerkrankungen, Transplantations­medizin und Komplikationen nach Nierentransplantation. In Heidelberg möchte sie unter anderem weitere Spezialambulanzen (z.B. für glomeruläre Nierenkrankheiten) auf­bauen und die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region intensivieren.

Lehre & Interdisziplinarität

In Lehre und Klinik betont sie den Blick auf den „ganzen Patienten“ und die interdisziplinäre Zusammenarbeit, etwa mit der Kardiologie. In der Ausbildung will sie das differenzialdiagnostische Denken stärken, interprofessionelles Lernen fördern und Studierende früh an Forschung heranführen. Aus Mainz bringt sie Erfahrung als Akademische Direktorin der Mainz Research School of Translational Biomedicine (TransMed) mit.

Forschung & W3-Professur

Mit der neuen W3-Professur sollen Forschungsschwerpunkte – insbesondere Transplantationsimmuno­logie, Systemerkrankungen und interdisziplinäre Querschnitts­themen – ausgebaut werden. Weinmann-­Menkes Forschung fokussiert u.a. chronische Nierenerkrankungen sowie Glomerulonephritiden, insbesondere die Lupus-Nephritis.
Die Heidelberger Klinik für Ne­phrologie ist seit 1. Januar 2025 Teil des Universitätsklinikums Heidelberg. Rund 220 Mitarbeitende versorgen jährlich etwa 2.700 stationäre/teilstationäre und rund 8.500 ambulante Patient:innen.

Zur Person

Julia Weinmann-Menke studierte Humanmedizin in Mainz, promovierte 2005, forschte 2006 bis 2008 mit DFG-Stipendium in Boston (Harvard/Brigham and Women’s Hospital), habilitierte 2012 und leitete ab 2018 den Schwerpunkt Nephrologie und Nierentransplantation. Sie ist u.a. im Präsidium der AWMF und im Vorstand der DGfN aktiv. Außerdem ist sie Mitglied im Medizinisch-­wissenschaftlichen Beirat des DIA­TRA-Verlags.
(Mit Material des Universitätsklinikums Heidelberg)