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England gewinnt Transplant Football World Cup 2026

Sender und Empfänger GmbH

21. Sept. 2026 · 4 Min. Lesezeit

Sechs Tage, 250 Fußballerinnen und Fußballer, 15 Nationen: Der Transplant Football World Cup (TFWC) 2026 ist heute im FSV-Stadion an der BBBank Arena zu Ende gegangen. Nach zwei spannenden Halbfinals stand mit England gegen Spanien ein rein europäisches Endspiel, England gewinnt die WM mit 5:1 gegen Spanien. Bei den Frauen sicherte sich Team United, ein Zusammenschluss von Spielerinnen aus allen teilnehmenden Nationen, den ersten Titel der TFWC-Geschichte.
Im ersten Halbfinale sah es lange nach einer klaren Angelegenheit für England aus. Erst in der Schlussphase kämpfte sich Wales noch einmal heran, dann wurde es doch noch einmal spannend, ehe England sich mit 6:4 durchsetzte. Noch dramatischer verlief das zweite Halbfinale: Spanien glich kurz vor Ende der regulären Spielzeit gegen Mexiko zum 2:2 aus, die Entscheidung fiel erst im Neunmeterschießen. Dort behielt Spanien die Nerven, erst der siebte Schütze brachte die Entscheidung, Spanien zog damit ins Finale ein. Im Spiel um Platz 3 traf Mexiko erneut auf Wales und setzte sich ebenfalls im Siebenmeterschießen durch.
Im Endspiel trafen mit England und Spanien die beiden europäischen Mannschaften aufeinander, geleitet von DFB-Schiedsrichter Sören Storks. Am Ende hieß der Weltmeister England. Bei den Frauen gewann Team United, in dem Spielerinnen aus allen teilnehmenden Nationen gemeinsam antraten. Deutschland belegte Platz 3.
Es war die erste Fußball-WM der Transplantierten überhaupt auf deutschem Boden, ausgerichtet von der CitySportMarketing GmbH (CSM) aus Dresden im Auftrag der World Transplant Games Federation (WTGF). Und es war ein Meilenstein: Zum allerersten Mal gab es beim TFWC ein eigenständiges Frauenturnier mit eigenem Pokal, ein Schritt, den die WTGF und den Transplantationssport insgesamt ein ganzes Stück voranbringt.
Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, war den gesamten Finaltag vor Ort. Sie überreichte den Fördermittelbescheid des Landes Hessen für die Transplantierten-Fußball-WM und nahm im Anschluss die Siegerehrung im Frauenturnier vor. „Organspende kann Leben retten und schwerkranken Menschen eine neue Perspektive schenken. Beim Transplant Football World Cup erleben wir unmittelbar, was eine Transplantation bewirken kann. Die Sportlerinnen und Sportler treten für ihr Land an, messen sich auf dem Platz und zeigen eindrucksvoll, wie viel danach wieder möglich ist. Das ist eine starke Botschaft für Organspende, Mut und Lebensfreude”, sagte Stolz bei der Siegerehrung. “Ich freue mich daher sehr, dass Frankfurt Gastgeber dieser besonderen Weltmeisterschaft ist und wir in Hessen diese Botschaft gemeinsam mit den Sportlerinnen und Sportlern in die Öffentlichkeit tragen. Ich möchte alle ermutigen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese auch zu dokumentieren.”
David Odonkor, Fußballbotschafter der Transplantierten-WM Frankfurt, nahm die Siegerehrung im Männerturnier vor. „Was ich diese Woche auf dem Platz gesehen habe, hat mich wirklich beeindruckt: Das Niveau ist hoch, der Einsatz noch höher. Diese Spielerinnen und Spieler haben eine Transplantation hinter sich und stehen trotzdem hier und liefern sich packende Spiele. Das ist große Sportlerpersönlichkeit, und es ist der beste Beweis dafür, dass nach einer Organspende wieder alles möglich ist", sagte Odonkor. Er war die gesamte Turnierwoche vor Ort und zeigte sich begeistert von Niveau und Organisation.
Auch medizinisch war die Woche eng an das Turnier angebunden: Beim Show Match traten Ärztinnen und Ärzte der Universitätsmedizin Frankfurt gegen ein TFWC-Team an. „Der Transplant Football World Cup hat eindrucksvoll gezeigt, was nach einer Transplantation wieder möglich ist – auf und neben dem Platz. Uns als Universitätsmedizin Frankfurt liegt das Thema am Herzen. Deshalb haben wir uns sehr gerne beteiligt und freuen uns, mit diesem besonderen Turnier gemeinsam ein Zeichen für Lebensfreude, Bewegung und Organspende zu setzen", sagt Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt.
Möglich gemacht haben das Turnier der FSV Frankfurt und der DFB, die Gelände und Infrastruktur zur Verfügung stellten und die Woche über als Gastgeber auftraten.