Webinar: Optimierung der Organprotektion durch Modulation des Ischämie-Reperfusionsschadens in der Herzchirurgie
Die Herz-Lungen-Maschine (HLM) kann die Pumpfunktion des Herzens sowie die Lungenfunktionen für einen begrenzten Zeitraum übernehmen. Das Blut verlässt dabei den Körper über ein Kanülen- und Schlauchsystem (extrakorporale Zirkulation, EKZ), wird mit Sauerstoff angereichert und wieder zurückgepumpt. Dieser kardiopulmonale Bypass („cardiopulmonary bypass“, CPB) ermöglicht eine Operation am offenen Herzen und ist daher ein elementares Instrumentarium der heutigen Herzmedizin.
Der kardiopulmonale Bypass ist allerdings auch mit der Induktion einer Inflammationsantwort assoziiert, welche mit der Ischämie-/Reperfusions-Schädigung (Ischemia/reperfusion injury (IRI)) einhergeht. Diese Schädigungsmechanismen haben großen Einfluss auf die Morbidität- und Mortalitätsraten von herzchirurgischen Eingriffen.
In einem neuentwickelten Kleintier-EKZ-Modell wurden verschiedene antiinflammatorische Substanzen untersucht. Ziel der Untersuchungen ist die Inflammationsprophylaxe und damit eine Optimierung der Herzprotektion.
Vortrag von: Prof. Dr. med. Udo Boeken, Oberarzt, Klinik für Herzchirurgie - Leiter des Transplantationsprogramms Universitätsklinikum - Heinrich Heine Universität Düsseldorf
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