Keine Ergebnisse

Von 12/6/2024, 7:15:00 AM
Bis 12/6/2024, 11:00:00 AM

22. Apherese-Therapie-Seminar

Der Einsatz des Plasmaaustauschs bei ANCA-assoziierten Vaskulitiden wurde aufgrund der Ergebnisse der PEXIVAS-Studie im Jahr 2020 grundsätzlich in Frage gestellt. Die Diskussion der Resultate führte dazu, dass die Indikation bei schwerer progredienter Nierenbeteiligung gesehen wird. Bestätigt wird diese Praxis durch die 2024 publizierten neuen KDIGO-Leitlinien.
Die Blutgruppen-inkompatible Nierentransplantation nach Lebendspende unter Einsatz von Verfahren der Therapeutischen Apherese ist ein Standardverfahren mit sehr guten Langzeitergebnissen. Das Freiburger Transplantationszentrum hat 2004 erstmalig in Deutschland in diesem Kontext die spezifische Adsorption von Blutgruppenantikörpern eingesetzt. Eine aktuelle Analyse der Freiburger Langzeiterfahrungen ergab interessante Hinweise auf Vorteile der spezifischen AB0-Immunadsorption.
Morbus Refsum ist eine seltene Stoffwechselerkrankung, bei der die Akkumulation der Phytansäure zu schweren Schäden vor allem der Netzhaut und der peripheren Nerven führen kann, einhergehend mit erheblichen Einschränkungen von Mobilität und Lebensqualität. Unverändert erfolgt in vielen Fällen die Diagnosestellung mit großer Verzögerung.
Reicht eine spezielle Diät nicht aus akute Krankheitsschübe zu beherrschen und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, ist die extrakorporale Elimination der an Lipoproteine gebundenen Phytansäure mittels DFPP eine effektive Option.
Die seit 1991 bestehenden Erstattungsrichtlinien zur Lipoproteinapherese wurden mehrfach seitens des G-BA geändert, zuletzt 2008 um die Lp(a)-Erhöhung mit assoziierter progredienter Gefäßerkrankung erweitert. Zur Indikationsstellung sind eine sorgfältige Einzelfallprüfung und eine Beratung durch eine fachkundige KV-Kommission erforderlich. Verwehrt die leistungspflichtige Krankenkasse die Genehmigung zur Abrechnung der Apherese, ist häufig eine juristische Auseinandersetzung unumgänglich.
Mehr als vier Jahre nach Beginn der COVID-19-Pandemie ist die Pathogenese von Post-COVID immer noch ungeklärt und effektive Therapien fehlen. Eine denkbare Pathogenese besteht in einer Antikörper-assoziierten Autoimmunität. Die Immunadsorption als mögliche Therapieoption hat in ersten Fallserien sehr unterschiedliche Daten bezüglich der Wirksamkeit geliefert. Ergebnisse randomisiert-kontrollierter Studien, die zeigen sollen ob und welche Patienten von der Immunadsorption profitieren, werden deshalb mit Spannung erwartet.
Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf den persönlichen Austausch und rege Diskussionen mit Ihnen!
Ihr Apherese ForschungsInstitut

Organisator

Apherese Forschungsinstitut AFI

https://apheresis-research.org/de/apherese-forschungsinstitutafi@apheresis-research.org

Telefon: +49-(0)221-4063170

Adresse

Courtyard by Marriott Berlin-Mitte

Axel-Springer-Straße 55

10117 Berlin

Deutschland