Im Jahr 1954 wurde die erste erfolgreiche Nierentransplantation im Peter Bent Brigham Hospital in Boston, USA, durchgeführt. Siebzig Jahre später ist die Organtransplantation zu einer medizinischen Routinebehandlung geworden, und mehrere 100.000 Patient:innen weltweit haben ein Geschenk des Lebens erhalten. Dennoch gibt es immer noch große Herausforderungen, die mit Hilfe der Wissenschaft bewältigt werden müssen.
Die Organtransplantation tritt derzeit in eine neue Phase ein. Die jüngsten Fortschritte in der Biotechnologie und Medizintechnik geben Anlass zur Hoffnung, dass grundlegende Fortschritte bei der Bewältigung der Hauptprobleme der Organabstoßung und des Organmangels erzielt werden.
Das Organtransplantationszentrum der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist eines der größten und aktivsten Zentren in Deutschland und Europa. Seine herausragende Geschichte im Bereich der Organtransplantation ist die Grundlage für das aktuelle und zukünftige Engagement in Zusammenarbeit mit herausragenden Wissenschaftler:innen und Kliniker:innen weltweit.
Die Konferenz bringt nationale und internationale Fachleute zu den drängendsten Fragen der Organtransplantation in fünf Sessions zusammen:
- Organmangel und marginale Spenderorgane
- Transplantations-Onkologie
- Immunologische Ansätze zur Rettung von Organen
- Transplantat-Remodeling - Was kommt als nächstes?
- Xenotransplantation - Sind wir bereit für die Umsetzung?
Der wissenschaftliche Fortschritt in der Organtransplantation braucht engagierte junge Wissenschaftler:innen und Kliniker:innen. Das Symposium markiert auch den Abschluss des Forschungsförderungsprogramms CORE 100 des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, mit dem viele Nachwuchswissenschaftler:innen gefördert wurden.