Keine Ergebnisse

Von 12/5/2025, 7:15:00 AM
Bis 12/5/2025, 11:00:00 AM

23. Apherese-Therapie-Seminar

 Antineuronale Autoantikörper sind als Biomarker für eine wachsende Gruppe von autoimmunen Enzephalitiden etabliert. Aktuelle Forschungsergebnisse legen zudem nahe, dass diese Antikörper auch eine Rolle bei langsam progredienten kognitiven Beeinträchtigungen spielen können, die in einigen Fällen klinisch neurodegenerative Demenzen imitieren. Die Immunadsorption eröffnet damit vielversprechende Perspektiven für einen neuartigen therapeutischen Ansatz. Wir möchten anhand aktueller Studienergebnisse der Berliner Charité erörtern, inwieweit eine spezifische Patientenkohorte mit antineuronalen Autoantikörpern und kognitiven Defiziten identifiziert werden kann, die von der Immunadsorption profitieren könnte.
Die Sepsis ist in Deutschland mit über 230.000 Erkrankungen und mehr als 80.000 Todesfällen pro Jahr die dritthäufigste Todesursache. Charakteristisch ist eine fatale Kaskade aus Endotoxin- und Zytokinsturm, die Immunsystem und Hämodynamik destabilisiert.
Diese Dysfunktionen verstärken sich gegenseitig in einem oft tödlichen Kreislauf. Ein neues Hämoadsorptionsverfahren bietet einen vielversprechenden Ansatz. Es ermöglicht die simultane Entfernung von Endotoxinen und Zytokinen. Ziel ist es, den Circulus vitiosus zu durchbrechen und so die Hämodynamik des Patienten zu stabilisieren sowie die komplexe Intensivtherapie zum Erfolg zu führen.
Auch im fünften Jahr nach Beginn der COVID-19-Pandemie bleibt die genaue Pathogenese von Post-COVID noch immer unklar, und
effektive Therapien sind weiterhin dringend gesucht. Eine Hypothese konzentriert sich auf eine Antikörper-assoziierte Autoimmunreaktion als mögliche Ursache. Nachdem erste Fallserien zur Immunadsorption als Therapieoption noch sehr unterschiedliche Wirksamkeitsdaten lieferten, können wir nun die mit Spannung erwarteten Ergebnisse aus gleich zwei Sham-kontrollierten, randomisierten klinischen Studien zur Immunadsorption bei Post-COVID präsentieren. Diskutieren Sie mit uns, ob sich daraus Implikationen für zukünftige Behandlungsansätze ableiten lassen.
Die Ergebnisse der Pro(a)-LiFe-Studie haben die Evidenzlage zur Lipoproteinapherese bei Hochrisiko-Patienten mit Lp(a)-Hyperlipoproteinämie mit umfangreichen Daten untermauert und eine nachhaltige Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse belegt.
Wir stellen nun die Ergebnisse des 12-jährigen Follow-up der Studie vor. Einschließlich retrospektiver Prä-Apheresedaten können damit beeindruckende 17 Beobachtungsjahre abgebildet werden. Vor dem Hintergrund der ab 2026 erwarteten ersten Ergebnisse der RNA-Medikamente zur Absenkung von Lp(a) sind diese Langzeitdaten zur Wirksamkeit der Lipoproteinapherese ein gewichtiges Pfund.
Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf den persönlichen Austausch und rege Diskussionen mit Ihnen!
Ihr Apherese ForschungsInstitut

Organisator

Apherese Forschungsinstitut AFI

https://apheresis-research.org/de/apherese-forschungsinstitutafi@apheresis-research.org

Telefon: +49-(0)221-4063170

Adresse

Auditorium Friedrichstraße

Im Quartier 110, Friedrichstraße 180

10117 Berlin

Deutschland