Eurotransplant veröffentlicht fortlaufend aktuelle Statistiken, in denen die kumulierten Zahlen des laufenden Jahres mit dem Vorjahreszeitraum verglichen werden. Der DIATRA-Verlag bereitet diese Daten verständlich für die Öffentlichkeit auf und ergänzt sie mit den erfassten Jahreswerten seit 2010. (Bitte beachten: Alle Angaben sind vorläufig, da Nachmeldungen durch Transplantationskliniken möglich sind.)
Eurotransplant (ET) (www.eurotransplant.org) ist die Vermittlungsstelle für Organspenden in acht Ländern: Belgien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn. Alle Transplantationszentren, Typisierungslabore und entnehmenden Kliniken dieser Länder sind Teil des Verbundes.
(Zahlen in Klammern beziehen sich auf denselben Zeitraum im Vorjahr 2025.)
Kurze Zusammenfassung
Für den Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2026 verzeichnete Eurotransplant im Verbund 594 postmortale Organspender:innen nach 564 im Vorjahreszeitraum. Deutschland meldete 279 Spender:innen nach 243, Österreich 51 nach 45. Auch in den Niederlanden und Kroatien lagen die Werte über dem Vorjahr, während Slowenien und Ungarn rückläufige Zahlen auswiesen.
Der Anteil der Multiorganspender:innen stieg im Eurotransplant-Verbund auf 72,2 Prozent, nachdem er im Vergleichszeitraum 2025 bei 67,9 Prozent gelegen hatte. In Deutschland erhöhte sich der Anteil auf 81,0 Prozent, in Österreich auf 74,5 Prozent. Damit setzte sich der Trend zu mehr Spender:innen fort, bei denen zwei oder mehr Organe transplantiert werden konnten.
Auch die Zahl der postmortal gespendeten Organe nahm zu. Im gesamten ET-Verbund wurden 1.328 Organe erfasst, im Vorjahreszeitraum waren es 1.250. Deutschland kam auf 691 gespendete Organe, Österreich auf 120. Bei den genutzten postmortalen Organen für Transplantationen stieg die Gesamtzahl im ET-Verbund auf 1.906 nach 1.787. In Deutschland wurden 990 solcher Organe gezählt, in Österreich 177.
Die Warteliste blieb weiterhin auf hohem Niveau. Zum 31. März 2026 warteten im Eurotransplant-Verbund 13.493 Menschen auf ein Spenderorgan; im Vorjahreszeitraum waren es 13.608. In Deutschland sank die Zahl auf 7.972, in Österreich auf 688. Trotz dieses leichten Rückgangs bleibt der Bedarf an Spenderorganen im gesamten Verbund sehr hoch.
Für Deutschland zeigt die Übersicht zudem eine Zunahme sowohl bei den postmortalen Spender:innen als auch bei den gespendeten Organen gegenüber dem Vorjahr. Auch im längerfristigen Vergleich setzt sich damit die positive Entwicklung des laufenden Jahres zunächst fort.
Postmortale Organspender:innen & gespendete Organe (März 2026 vs. 2025)
Transplantationen: Genutzte postmortale Organe (März 2026 vs. 2025)
Warteliste für Spenderorgane: Gesamtstand (31. März 2026 vs. 2025)
Postmortale Organspender:innen & Organspenden: Deutschland pro Monat (2026 vs. 2025)
Postmortale Organspender:innen & Organspenden: Deutschland 2010–2026 (März)