Am Mittwoch, 3. Juni 2026, um 19.40 Uhr zeigt arte die Reportage „Re: Meine Niere für einen Fremden“. Sie erklärt am Beispiel der Niederlande, wie Überkreuz-Lebendspenden funktionieren – und warum die neue Crossover-Regelung auch in Deutschland neue Chancen für Nierenpatient:innen eröffnet.
Eine Niere spenden, ohne die Empfängerin oder den Empfänger zu kennen – in den Niederlanden ist das seit vielen Jahren möglich. Die arte-Reportage „Re: Meine Niere für einen Fremden“ zeigt, wie daraus ganze Spendenketten entstehen können.
Im Mittelpunkt stehen Roy Rodgers und seine Mutter Vera. Sie möchte helfen, passt medizinisch aber nicht als Spenderin für ihren Sohn. Über ein niederländisches Austauschprogramm kommt dennoch Bewegung in die Sache: Vera spendet für eine andere Person, Roy erhält im Gegenzug die Niere eines passenden Fremdspenders. Mehrere Paare werden so miteinander verbunden.
Für Deutschland ist das Thema besonders aktuell. Mit der neuen Crossover-Regelung sollen Überkreuz-Lebendspenden künftig auch hierzulande deutlich einfacher möglich werden. Das kann vor allem für Menschen wichtig werden, die eine spendebereite Person im Umfeld haben, bei denen eine direkte Spende aber aus medizinischen Gründen nicht klappt.
Eine empfehlenswerte Reportage über Solidarität, Vertrauen – und eine Reform, die für viele Betroffene neue Chancen eröffnen kann.
„Meine Niere für einen Fremden“, Mittwoch, 3. Juni 2026, 19.40 Uhr auf arte (Wiederholung: Donnerstag, 4. Juni 2026, 11.25 Uhr). Online ab 3. Juni 2026 abrufbar
Hinweis: Siehe unsere Zusammenfassung der Bundestagsabstimmung zur Reform des Transplantationsgesetzes vom 27. März 2026: „Lebendspende-Reform angenommen“